Palliative Care

71 Kommentare zu „Palliative Care“

  1.  

    Ich kann mich vielen bereits eingegangen Beiträgen anschliessen. Folgende Aspekte sind besonders wichtig oder wenig erwähnt:
    – Belastungen des Kernteams/Behandlungsteams bei der Umsetzung von Palliative Care und Massnahmen, wie diese angegangen werden können
    – Vernetzungsmöglichkeiten von Institutionen mit anderen Anbietern von Palliative Care

    1.  

      Nebst vielen der bereits genannten Fähigkeiten und Fertigkeiten wünsche ich mir eine Bezugsperson, die sorgfältig in der Lage ist ihre von meinen Bedürfnissen und Wahrnehmungen zu unterscheiden; respektiert, wenn ich Hilfe zurückweise und sich selbst mit eigenen Grenzen kritisch auseinandersetzt und eigene Hilflosigkeit reflektiert und sich professionelle Hilfe holt.

  2.  

    Pflegerische Fachkompetenzen im Schmerzmanagement, Atemnot und im Umgang mit Flüssigkeitsverlust. Erfahrung und Wissen zum Thema Trauer, Abschlied, Loslassen im Umgang mit den kranken Menschen und Angehörigen. Mediationskompetenzen im Umgang mit allen Beteiligten im Behandlungs- u. Betreuungsteam, damit die eigentliche Aufgabe der Betreuung der kranken Person und ihren Angehörigen im Mittelpunkt seht. Toleranz im Umgang mit der Gestaltung dieser Krankheits- und Trauerprozesse.

  3.  

    Persönliche Belastbarkeit, ausgeglichene Grundhaltung. Konflikte ansprechen können. Herbeiführen/Erhalten der persönlichen Nähe zwischen Lebenspartnern/nahestehenden Menschen. Freude an kleinen Dingen erhalten wie Speisen/Getränken/Musik. Autonomie/Mobilität herstellen z.B. Weihnachten bei Freunden verbringen. Religiösen Riten begleiten. Kenntnisse in der Schmerztherapie.

  4.  

    (Mit-) Menschlichkeit vor dem Hintergrund der beruflichen Ethik, Moral und Rolle
    Profunde, pflegerische Handlundkompetenzen – saluto- und pahtogenetische
    Kenntnisse und interprofessionelle Navigationsfähigkeiten im Gesundheits-, Sozial- und Versorgungssystem
    Verlässlichkeit bezügleich vereinbarten Hilfe- und Diestleistungen von Aussen
    Kontinuität

  5. Franziska Luchsinger-Vetter
     

    Zu einer Pall-Care-Ausbildung gehört auch Wissen über die Freiwilligen-Dienste: Einsatzmöglichkeiten und ihre Qualifikationen. Sie werden aufgeboten, um Lücken zwischen Fachpersonen und Angehörigen abzudecken mit aufmerksamer Begleitung (und möglicherweise einzelnen Handreichungen). Mitglieder dieser Gruppen haben Aus- und Weiterbildung in den v.a. psychisch wichtigen Parametern der Begleitung und des Zeit-Habens, wo dann oft essentielle Lebensfragen angetönt werden.

  6.  

    Ich wünsche mir jemanden, der versucht, sich in mich hineinzuversetzen. Sie /Er sollte sich an meinen und auch an den Bedürfnissen meiner Liebsten, welche ja auch betroffen sind, orientiert. Diese Bedürfnisse sollten allen Regeln/Konzepten vorgehen dürfen. Fachwissen auf möglichst vielen Gebieten kann natürlich nur helfen und psychotherapeutische Erfahrung, resp. Vermittlung solcher Leute, ist sicher von Vorteil.

  7.  

    Ich hoffe, Ihr seid in Kontakt mit Dr. med Andreas Gerber,
    hirslanden.ch/global/de/startseite/aerzte/aerztevisitenkarten/12/gerber_andreas.html
    Er hat sehr viel Erfahrung in Palliative Care. Ich hoffe auch, dass es bald in der Schweiz Hospizien gibt, wie in England, wo die Patientinnen ihre Freiheit haben, nachts herumgehen dürfen oder in den Garten, wenn sie wollen, Sherry trinken oder Schokolade essen, und niemand tadelt sie, das sei ‚ungesund‘.

  8.  

    Ich bin froh,dass in der Pflege von unheilbarer Krankheit oder wenns dem Lebensende entgegengeht im Fachbereich Pall.Care so grosse Fortschritte erzielt worden sind.Wichtig erscheint mir betr.Personen mit Respekt zu behandeln auch wenn Kommunikation schwierig ist.

  9.  

    Vielleicht ist ein Patient erstmals so schwach und hilfsbedürftig und tut sich schwer, auf andere angewiesen zu sein. Diesem Umstand muss in der Begegnung mit dem terminal Kranken Rechnung getragen werden. Weil alle, die an der Pflege, Beratung und Hilfe Beteiligten für ihn Fremde sind, muss mit Diskretion und Zuvorkommenheit das Vertrauen und die Bereitschaft des Patienten gesucht werden. Er soll spüren, dass alle beteiligten Berufsgruppen koordiniert arbeiten.

  10.  

    Wichtig scheint mir dass alle Beteiligten koordiniert arbeiten und alle neben fachlichen Fähigkeiten auch auch über empathische kommunikative Begabung verfügen und auch ertragen, wenn sie abweisend behandelt werden und die Dankbarkeit von den Betreuten nicht zu spüren ist. Auch in diesen Fällen sollte eine optimale Betreuung möglich sein.

  11.  

    interdisziplinär vernetztes Denken und Fühlen, PatientIn im Zentrum, regelmässige psychohygienische Arbeit, Empathie und Know-how fördern und Grenzen der eigenen Belastbarkeit spüren und Konsequenzen daraus ziehen im Dialog mit selbstverständlicher Supervision in dieser Arbeit. Spirituelle Verwurzelung jenseits aller Rechthaberei.

  12.  

    die person muss ihre kompetenzen wie aber auch grenzen kennen, damit die entsprechenden anderen berufsgruppen hinzugezogen werden, wenn sie gebraucht werden.
    empathie, professioneller umgang innerhalb der beziehung, supervisionen oder coaching möglichkeiten.

  13.  

    Eine Hürde für die Pflegenden ist immer der Wechsel des Blickwinkels.
    Eine ausgeprägte Orientierung an den Bedürfnissen der Betroffenen und seiner Angehörigen ist eine Herausforderung, die vorgelebt werden soll um die KollegInnen zu sensibilisieren, aber auch um gegenüber Vorgesetzten diese Haltung als professionelles und empathische Handeln aufzuzeigen und nicht in Palliative Care Situationen.

  14. Veronika Bücheler
     

    Eine Person, die meine Bedürfnisse zu verstehen versucht, ohne diese mit fachlichen Theorien, auch wenn sie vielleicht stimmen mögen, entwertet. Fachlichkeit im Dienste des Patienten/der Patientin und nicht übergeordnet. Das heisst einen achtsamen, gleichwertigen und respektvollen Umgang.

  15.  

    Des weiteren wäre es mir wichtig, dass es eine Person ist, die sich wirklich in die Situation des Betroffenen und seines/ihres Sozialen Umfeldes einfühlen und diese Sichtweise auch anwaltschaftlich vertreten kann. Dabei muss ihr Fachwissen natürlich zum Tragen kommen, so dass realisierbare Lösungen geplant und umgesetzt werden können. Dies erfordert eine hohe Fachkompetenz, Selbst- und Sozialkompetenz.

  16.  

    Ich finde es ganz wichtig, dass eine Person, wenn möglich aus der Pflege, alle Fäden in der Hand hat. Da gibt es sehr viel zu koordinieren, abzusprechen, zu planen auszuloten.

  17.  

    Sozialkompetenz: Eine Woche Auszeit, Rückzug ins Kloster u.ä., über sich, das eigene Leben und die Situation des Patienten nachdenken.
    Sich erkundigen: Patientenverfügung, Äusserungen des Pat., soziales Umfeld u.ä.
    Kontaktaufnahme mit Pat. – kann und will ich DIESE Person begleiten?
    Fach- und Methodenkompetenz erwerben/ergänzen in spezialisierten Institutionen.
    Bereitschaft zu Austausch und Supervision: Psychohygiene, Abgrenzung und Burnoutprävention.

  18.  

    Ein unheilbar kranker Patient ist kein Fall, sondern zuerst ein Mensch. Nebst Wissen über seine Krankheit und deren adäquate Behandlung in einem bestimmten Umfeld braucht dieser Patient/diese Patientin vor allem Respekt und Empathie. Das heisst, dass der persönliche Wille respektiert wird. Daraus folgt, dass immer wieder abgewogen werden muss zwischen dem medizinisch Angezeigten und dem vom Patienten Gewünschten.

  19.  

    meine spontanen Gedanken sind:
    – verwurzelt sein im HIER & JETZT
    – eine gefestigte innere Ruhe, die ausstrahlt
    – mitfühlen – eine Feinfühligkeit, aber nicht mitleiden
    – Offenheit
    – Flexibiltät
    – Nähe und Distanz ermöglichen, ertragen, unterstützen
    – eigene Grenzen und die des Gegenübers respektieren
    – Fähigkeit des Prioritäten setzen und des Entscheidens
    – Loslassen können

  20.  

    Die Voraussetzung an diese Fachperson ist, dass sie fachlich auf dem neuesten Stand der palliativen Betreuung ist. Stete Weiterbildung und Supervision sollte selbstverständlich sein.
    Daneben erwarte ich hohe Fähigkeiten in Empathie und Kommunikationsfähigkeit. Ein Flair für unkonventionelle Ideen, Flexibilität sowie hohes Interesse für den Menschen mit seiner Geschichte und seinem Umfeld wird das Ganz abrunden. Eine gewisse Leichtigkeit und Humor gestaltet alles einfacher.

  21.  

    Denke ein aerztlicher Lead und ein Care Lead, im Sinne von Care und nicht Case Management ist noetig. Eine gute Versorgung haengt weniger von dem gewaehlten Modell sondern von der gelebten Beziehung zu Betroffenen ab, von der Verlaesslichkeit und der kontinuierlichen Hilfe. Noetige Nursingskills: Fachkompetenz, Einfuehlungsvermoegen, Pragmatismus, Verhandlungsgeschick, Empathie,analytische Faehigkeiten und Hoffnung vermitteln zu koennen, angepasst.

  22.  

    Die Betroffenen sehen sich häufig einer Heerschar von professionellen Helfern gegenenüber. Im ambulanten Bereich das „Kernteam“ (Spitex, Hausarzt, Angehörige) die erste Ansprechstelle für „Alle“ Bedürfnisse. Wobei die Spitex den Lead führt und die weiteren Dienst ins Boot holt. Wenn ich selber schwer krank wäre, möchte ich möglichst von wenigen Personen zu denen ich eine längere Beziehung aufgebaut habe betreut werden

  23. Christoph Hürny
     

    Bei den heutigen medizinischen ,psychologischen, sozialen und spirituellen Angeboten ist eine zentrale Ansprechperson in der Regel aus der Pflege unbedingt notwendig.Sie muss interprofessionell arbeiten, die Aktionen aller Beteiligten koordinieren,auch in Krisensituationen den Ueberblick behalten, Angehörige miteinbeziehen, mit dem Patienten und seinem Umfeld Schwerpunkte und Strategien eintwickeln,verständnisvoll unterstützen un sich auch abgrenzen können.

  24.  

    Was WILL die Person? Was braucht sie? Zuhören ? Sie beschäftigen? Gesellschafterin sein und ihre Anordnungen ausführen? Verbindung sein zu einem sozialen Netz? Pflege-fach-spezifische Kompetenzen ? Komplikationen erkennen – verhüten ? Verantwortung tragen fürs Verhüten von Komplikationen ? Muss ich eine Case-Managerin sein? zur Selbsthilfe verhelfen? Dem Betroffenen und/oder den Angehörigen?
    Was sie sicher können muss: Eine kluge Bedarfserhebung machen. Und dann klug entscheiden.

  25.  

    Eine Case Managerin bringt eher die nötigen Kompetenzen mit. Sie steht ausserhalb der Beziehungs- und Bezugspersonen. Sie muss vernetzt sein, die örtlichen Strukturen kennen, die Familienzentrierte Pflege kennen und vor allem kommunikations- und konfliktfähigfähig sein.

  26.  

    Hohe fachliche Kompetenz, Empathie, Koordinations- und Kommunikationsfähigkeit, Achtsamkeit,

  27.  

    Ich würde hohe Fachkompetenz, viel Empathie und Einfühlvermögen, eine grosse Portion gesunden Menschenverstanden, vernetztes und vorausschauendes Handeln aber stets ein „Handeln zum Wohle des Patienten“ erwarten.

  28. Claudia Buess-Willi
     

    Für die Koordination braucht es eine Casemanagerin für eine kontinuierliche Betreuung,, wenn es die Patientin nicht mehr selber erbringen kann. Dies kann bei einfachen Situationen eine Angehörige übernehmen, bei komplexeren Situationen muss die Professionelle überalle begleiten können (zuhause, stationär, ambulant). Die Koordinationsperson sollte gut vernetzt sein und stets im Sinne des Patienten Unterstützung bieten (menschlich, fachlich und sozial kompetent sein).

    1.  

      Aus meiner Erfahrung sind die Angehörigen, auch in „einfachen“ Situation, irgendwann überfordert und geben die Verantwortung für das Case Management gerne ab. Sie übernehmen aber nach wie vor gerne ihnen zugeteilte Aufgaben, aber sie müssen nicht für alles die Verantwortung tragen. Dies entlastet sie, gibt ihnen mehr Zeit für sich und den Patienten.

  29.  

    Bei allen Wünschen, was den Einsatz und die Fachlichkeit angeht, wäre mir als Erkrankter glaube ich auch wichtig, dass sich der professionell Pflegende, der mich betreut nicht völlig von seiner Tätigkeit vereinnahmen läßt. Eine gesunde Fähigkeit zur Abgrenzung und das Erleben, dass derjenige im Feierabend auch etwas anderes macht, „normales“ also nicht von Krankheit durchdrungenes Leben lebt und vielleicht davon immer mal wieder berichhtet, das wäre mir wichtig.

    1.  

      Stimmt. Aber kann ich „Normalität“ leben und erleben, wenn ich mich in einer Situation befinde, die für mich neu und für andere bisher nicht erlebbar war?

  30.  

    Neben sehr hoher fachlicher Kompetenz sollte die begleitende Person, die Bedürfnisse und Anliegen der zu Betreuenden und deren Angehörigen wahrnehmen, umsetzen und vertreten können. Dies sollte bereits beim ersten Abklärungsuntersuch, vor der Diagnosestellung beginnen, um beim langen Warten auf ev. negative Befunde nicht alleine gelassen zu sein.

  31.  

    Ich möchte bis zum letzten Atemzug selbst bestimmen können und nicht abhängig sein. Autonomie ist mir wichtig.

    1.  

      Ich wünsch mir Pflegende, die mich meine eigenen Entscheidungen treffen lassen. Ich will gar nicht die Illusion bekommen, dass sie das alles so richtig und gut finden, aber handlungsleitend bleibt mein eigener Wille. Auch zu den Kleinigkeiten des Lebens, wie Rauchen, die richtige Haarpflege oder Schlafenszeit. Aus der Theorie heraus ist Pflegenden das alles ganz klar und alle machen das so, aber in der relaen Pflegepraxis Autonomie zu leben, ist ein ganz anderer Schnack!

  32.  

    Die Person soll die Fähigkeit haben Sicherheit zu vermitteln und während 24 Stunden verfügbar sein um Krisensituationen und notfallmässige Hospitalisationen zu vermeiden. Aufrichtigkeit und Respekt sind für mich unerlässlich.

  33.  

    Gerade im häuslichen Umfeld ist es wichtig die Situation der Betreuer zu erfassen und diese einzubeziehen. Prozessbegleitung, Krisenintervention, die Fähigkeit auf rasch wechselnde Situationen reagieren zu können und dies jeweils dem Bedarf des Betroffenen und seines Umfeldes angepasst.

  34.  

    Eine hohe Fachkompetenz (bio,-psycho,-sozial,-spirituell, kulturell) und Erfahrung im Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen, ist sicher erforderlich verbunden mit einem empathischen Auftreten. Ein präventives Denken sowie das Kennen der lokalen Möglichkeiten zur Unterstützung sind hilfreich. Dies beinhaltet auch kommunikative Fähigkeiten als Voraussetzung um Vernetzung zu ermöglichen und zu fördern.

  35.  

    Es ist sicher hilfreich jemanden zu haben, der die ganze Krankengeschichte kennt, um jederzeit Auskunft geben zu können (z.B. über Medikamente, die der Betroffene schon bekommt oder ob er allergisch auf etwas reagiert etc.).

  36.  

    Mir wäre wichtig, dass die Person eine gewisse kulturelle Lebenserfahrung ausstrahlt. Nicht im Sinne von „Alter“ sondern von „Open Minded“. Entsprechend sollte in der Ausbildung auch ein Augenmerk auf andere Kulturen, Religionen, Sitten und Bräuche gelegt werden.

  37.  

    Die helfende Person sollte auch für die erkrankte Person gegenüber Fachpersonen die Anliegen der erkrankten Person vertreten. Kranke Personen haben oft nicht mehr die Kraft, Ihre Anliegen gegenüber Fachpersonen (Ärzte, … Pflegeperonen…) zu äussern, zu vertreten und manchmal auch nicht durchzusetzen.

  38.  

    Sollte lebensfroh, optimistisch und motivierend sein. Besonders leidenden Menschen muss hin und wieder Sinn vermittelt werden und sie müssen motiviert werden, trotz scheinbar auswegsloser Situation weiterzukämpfen und nicht aufzugeben.

    1.  

      Gleichermaßen sind aber Räume nötig, in denen ich als Patient frustriert und fertig sein darf. Ich will nicht nur Pflegende um mich wissen, die mich zu irgendwas motivieren wollen. Manchmal will ich auch groggy und am Ende sein dürfen ohne was anderes wollen zu müssen.

  39.  

    Ein Technisches Verständnis für Hilfsmittel und Gadgets die das Leben für die Betroffenen erleichtern können. Die betreuenden Personen müssen wissen welche Hilfsmittel zur Verfügung stehen und sollen die Patienten auf diese auch schulen können.

  40.  

    … und: gutes Verständnis der Zusammenhänge von emotional, cognitiv, existentiell, spirituellen Phänomenen und Dynamiken und deren Interaktion mit sog. körperlichen Beschwerden. Reflektion, begleitet, und Praxiserfahrung im multidimensionalen und multidisziplinärem Schaffen inkl. Kommunikation. Eigene Auseinandersetzung mit Emotionalität, Endlichkeit, Spiritualität.
    Fundierte Kennniss und Erfahrung aller Kern-Interventionen Palliativ Care.

    1.  

      Hallo FS, kannst du kurz beschreiben, was die Kern-Interventionen der Palliative Care sind? Ich denke, dass wäre für viele hilfreich, die hier mitmachen.
      Vielen Dank!

  41.  

    Unheilbar krank heißt dass der/die PatientIn Wochen bis viele Monate, ev Jahre zu leben hat.
    Kompetenzen schließen daher ein fundiertes wissen und Erfahrung in der Behandlung der Grundkrankheit mit ein (s. WHO Def Pall Carr).

  42.  

    Ganzheitlich denken und handeln: Menschen erzählen teils gerne von ihren körperlichen Leiden, doch sind selten genug nur bereit Zusammenhänge mit ihrer (Geistes-)Haltung und ihrer Psyche zu erkennen bzw. sich als ganzheitliches System zu verstehen. An-erkennen lernen was ist und das als Basis für ein dran arbeiten nehmen lernen: Umgang und Besserung der Krankensituation soweit als möglich finden.

  43.  

    Mir wäre es besonders wichtig, dass die Betreuende einen guten Humor besitzt (gute Plegekompetenz setze ich bei jeder Pflegerin voraus!!)
    Sie sollte es schaffen, die kranke Person auch mal zum lachen zu bringen!

    1.  

      Bin sehr froh um diesen Beitrag. Die eigenen Grenzen kennen ist wesentlich um diese Arbeit über viele Jahre gut machen zu können.

  44.  

    Auch in Situationen der Verzweiflung eine positive Einstellung behalten und den Betroffenen auffangen, wenn es nötig ist.

  45.  

    Humor und Kreativität

    Es hängt davon ab wie es um die kranke Person bestellt ist, was diese will und kann, ob es mehr eine Sterbebegleitung ist oder ob das Leben für die kranke Person noch viele Jahre für sie bereit hält.

    Je nachdem auch mal traurige und stressige Momente mit einem Lacher / Humor aufheitern und Unternehmungen, Tätigkeiten überlegen, die für Abwechslung, Kurzweil und optional (Aus-)Bildung sorgen.

  46.  

    Als auditiver Mensch finde ich angenehme und beruhigende Stimmen sehr wohltuend. Gleich ob jemand spricht oder z.B. Briefe / Emails oder Bücher vorliest. Eine eloquente Ausdrucksweise finde ich hier von Vorteil.

    Im wahrsten Sinne des Wortes sollte diese Person auch keine Berührungsängste haben, auch mal die Hand halten oder im Bett aufrichten helfen, die Wange streicheln…

  47.  

    Empathie um kranken Menschen durch z.B.Trauerphasen zu begleiten. Koordination und Empathie für alle Protagonisten. http://de.wikipedia.org/wiki/Trauer.

    Technisches Know How, z.B. krankem Menschen helfen per (Video-)Telefonie oder -chat mit den Lieben in einsamen Momenten zu sprechen, helfen Emails zu schreiben.

    Ressourcenorientiert handeln: Möglichkeiten für ein neues Leben erarbeiten oder helfen, Frieden mit sich und anderen zu machen, um „aufgeräumt“ aus dem Leben zu scheiden.

    1.  

      Oftmals belasten vor allem in Familien noch irgendwelche unausgesprochene Konflikte mehrere Personen, da denke ich, müsste die Person Kompetenzen eines Mediators haben, um Unausgesprochenes auf den Tisch zu bringen und Frieden zu schliessen.

      1.  

        Stimmt, Corinne. Auch Erfahrungen in Therapie und Krisenintervention wäre hilfreich. Manche Menschen nehmen ihre negativen Gefühle bishin zum Hass mit ins Grab. Doch die Hinterbliebenen haben ihn teils auch noch in sich bzw. lassen diesen an sich und an anderen aus. Und das wohl oft auch bei bloßen Mißverständnissen oder Konflikten die man aus Stolz, Sturheit usw. nicht angegangen ist.

        1.  

          Liebe Romana, da stimme ich dir voll und ganz zu. Ich denke, dass es in dieser Situation überhaupt sehr wichtig ist, dass das ganze Umfeld gut betreut wird. Betroffene steht im Zentrum, aber auch die Angehörigen und die verschiedenen Personen, die involviert sind, brauchen jemanden, der sich darin versteht, unterschiedliche Meinungen und Interessen „unter einen Hut zu bringen“.

      2.  

        Nicht zu hohe Erwartungen an diese eine Person (pro Patient/in) bitte. Die muss auch ihre fachlichen Grenzen kennen und entsprechend triagieren können, also z.B. gute Psychotherapeut/innen oder Seelsorger/innen kennen und vermitteln.

  48.  

    Ich denke es ist wichtig, dass sich diese Person voll und ganz für den Betroffenen einsetzt, auch wenn er sich dann auch mal mit anderen „anlegen“ muss. Das erfordert sicher eine gute Kommunikationsfähigkeit.

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